Ein LinkedIn Newsletter hilft dir, schneller sichtbar zu werden und dein bestehendes Netzwerk zu aktivieren. Ein klassischer Newsletter mit Brevo, Mailchimp oder einem ähnlichen Tool hilft dir, eine eigene Liste aufzubauen, Kontakte gezielter zu pflegen und unabhängiger von Plattformen zu werden.
Ich nutze beides. Und genau deshalb kann ich sagen: Es ist nicht entweder oder. Es ist eine Frage der Strategie.
Warum diese Frage wichtig ist
Viele Selbstständige fragen sich irgendwann:
Soll ich einen LinkedIn Newsletter starten oder lieber einen klassischen Newsletter mit Brevo, Mailchimp oder einem anderen Tool aufbauen?
Die Frage ist berechtigt. Denn beides klingt im ersten Moment ähnlich. Du schreibst regelmässig Inhalte, Menschen abonnieren diese Inhalte und du baust Vertrauen auf.
Trotzdem gibt es einen wichtigen Unterschied.
Ein LinkedIn Newsletter lebt auf LinkedIn. Er nutzt dein bestehendes Netzwerk und kann dir helfen, schneller sichtbar zu werden.
Ein klassischer Newsletter läuft über ein E-Mail-Marketing-Tool. Dort baust du deine eigene Liste auf, kannst Kontakte genauer auswerten, segmentieren und gezielter ansprechen.
LinkedIn bringt schneller Sichtbarkeit. Brevo oder Mailchimp bringen mehr Kontrolle.
Beides hat Vorteile. Beides hat Grenzen. Und beides macht Arbeit.
Ja, leider. Auch Newsletter schreiben sich nicht von allein. Noch nicht einmal mit KI. Zumindest nicht so, dass man sich danach nicht heimlich schämt.
Was ist ein LinkedIn Newsletter?
Ein LinkedIn Newsletter ist eine regelmässige Artikelserie direkt auf LinkedIn. Du legst ein Thema fest, gibst dem Newsletter einen Namen und veröffentlichst in einem bestimmten Rhythmus neue Ausgaben.
Menschen können deinen LinkedIn Newsletter abonnieren. Wenn du eine neue Ausgabe veröffentlichst, können sie über LinkedIn benachrichtigt werden und je nach Einstellungen auch eine E-Mail erhalten.
Der grosse Vorteil: Du startest nicht bei null, wenn du bereits ein Netzwerk hast. LinkedIn kann deine Kontakte oder FollowerInnen auf deinen neuen Newsletter aufmerksam machen. Gerade beim Start kann das einen richtigen Schub geben.
Das ist einer der Gründe, warum LinkedIn Newsletter oft schneller wachsen als klassische Newsletter.
Was ist ein klassischer Newsletter mit Brevo oder Mailchimp?
Ein klassischer Newsletter wird über ein E-Mail-Marketing-Tool verschickt. Bekannte Tools sind Brevo, Mailchimp, CleverReach, rapidmail, MailerLite oder ActiveCampaign.
Deine LeserInnen melden sich über ein Formular, eine Landingpage, ein Freebie, einen Kurs oder eine andere Anmeldung an.
Der grosse Unterschied zu LinkedIn:
Die Kontakte landen in deiner eigenen Liste. Natürlich nur mit sauberer Einwilligung.
Du kannst sehen, wer sich angemeldet hat, wer deine E-Mails öffnet, wer klickt und welche Themen besonders gut funktionieren. Du kannst deine Kontakte in Listen oder Segmente einteilen und sie persönlicher ansprechen.
Das ist besonders wertvoll, wenn du verschiedene Angebote, Kurse oder Zielgruppen hast.
Meine Erfahrung nach 3 Monaten LinkedIn Newsletter
Ich habe meinen LinkedIn Newsletter nun seit rund 3 Monaten. Aktuell bin ich bei 499 AbonnentInnen.
Und ja, die 500 lacht mich gerade ziemlich frech an.
Was mir dabei deutlich auffällt: Auf LinkedIn geht Wachstum schneller. Vor allem, wenn du bereits aktiv bist, regelmässig postest und dein Netzwerk weiss, wofür du stehst.
Du musst nicht zuerst ein Formular bauen, ein Freebie erstellen, eine Landingpage verknüpfen und deine Liste mühsam bewerben. LinkedIn bringt deinen Newsletter direkt in dein bestehendes Umfeld.
Das ist ein grosser Vorteil.
Aber: Diese AbonnentInnen gehören nicht zu meiner eigenen E-Mail-Liste. Ich sehe zwar gewisse Informationen über die AbonnentInnen auf LinkedIn, aber ich kann sie nicht einfach wie klassische Newsletter-Kontakte verwalten, segmentieren oder über Brevo persönlich anschreiben.
Mein klassischer Newsletter ist anders gewachsen. Einen Teil meiner Liste habe ich über meinen Adventskalender aufgebaut, natürlich mit Einwilligung der Teilnehmenden. Auch über Checklisten und andere Anmeldungen sind Kontakte dazugekommen. Viele LeserInnen sind bis heute dabei.
Das wächst langsamer. Aber es ist nachhaltiger.
Bei Brevo sehe ich, wer liest und klickt. Ich kann Menschen mit Namen ansprechen. Ich kann Listen bilden und gezielter überlegen, welche Inhalte für welche Kontakte passen. Dafür muss ich die Liste aktiv pflegen. Kontakte kommen nicht einfach so dazu. Man muss immer wieder sichtbar machen, warum es sich lohnt, den Newsletter zu abonnieren.
Und noch etwas: Beide Varianten sind eine Verpflichtung.
Wenn Menschen deinen Newsletter abonnieren, erwarten sie etwas. Nicht täglich. Nicht perfekt. Aber regelmässig und hilfreich.
Ich war bisher fast immer pünktlich. Einmal nicht (1 Std. zu spät). Und wahrscheinlich habe ich mich darüber mehr geärgert als meine LeserInnen. Aber genau das zeigt: Ein Newsletter ist nicht einfach ein spontaner Content-Kanal. Es ist ein Versprechen.
Vor- und Nachteile vom LinkedIn Newsletter
LinkedIn Newsletter: Die Vorteile
Der grösste Vorteil eines LinkedIn Newsletters ist der einfache Start. Du brauchst kein zusätzliches Tool, keine technische Einrichtung und keine komplizierte Automatisierung. Du brauchst ein klares Thema und die Bereitschaft, regelmässig zu schreiben.
Ein weiterer Vorteil ist das schnelle Wachstum. Wenn du bereits ein Netzwerk hast, kannst du über LinkedIn deutlich schneller AbonnentInnen gewinnen als mit einer neuen E-Mail-Liste.
Auch für deine Sichtbarkeit ist ein LinkedIn Newsletter stark. Er erscheint auf deinem Profil, zeigt deine Expertise und hilft dir, ein Thema regelmässig zu besetzen.
Besonders gut eignet sich ein LinkedIn Newsletter für:
- Selbstständige, die ihre Expertise zeigen möchten
- BeraterInnen, TrainerInnen und Coaches
- B2B-Themen
- erklärungsbedürftige Angebote
- Menschen, die gerne Fachwissen teilen
- Themen, bei denen Vertrauen wichtig ist
Ein LinkedIn Newsletter kann auch helfen, länger sichtbar zu bleiben als mit normalen Beiträgen. Ein Beitrag ist oft nach wenigen Tagen fast verschwunden. Ein Newsletter wirkt stärker wie ein kleines Themenarchiv.
LinkedIn Newsletter: Die Nachteile
Der wichtigste Nachteil: Die Kontakte gehören nicht dir.
Wenn jemand deinen LinkedIn Newsletter abonniert, hast du nicht automatisch seine E-Mail-Adresse in deiner eigenen Liste. Du kannst diese Person nicht einfach in Brevo, Mailchimp oder dein CRM übernehmen.
Du baust also Reichweite auf LinkedIn auf, aber keine eigene Datenbasis.
Dazu kommt die Abhängigkeit von LinkedIn. LinkedIn entscheidet, wie stark Inhalte ausgespielt werden, wie Benachrichtigungen funktionieren und welche Funktionen es künftig gibt.
Auch die Gestaltung ist begrenzt. Du kannst zwar Titelbild, Text, Links und Zwischenüberschriften nutzen, aber im Vergleich zu einem klassischen Newsletter hast du weniger Möglichkeiten.
Und für gezielte Verkaufsprozesse ist LinkedIn eingeschränkt. Du kannst Vertrauen aufbauen, Wissen teilen und auf Angebote hinweisen. Aber wenn du Kontakte systematisch pflegen, segmentieren oder automatisiert begleiten willst, brauchst du ein klassisches Newsletter-Tool.
Ein besonders grosser Vorteil zeigt sich beim Start: Wenn du deine erste LinkedIn Newsletter-Ausgabe veröffentlichst, kann LinkedIn deine Kontakte und FollowerInnen automatisch per Benachrichtigung einladen, den Newsletter zu abonnieren. Das ist kein garantierter Versand an alle wie bei einem klassischen E-Mail-Newsletter, aber es kann dem Start enorm helfen. Genau deshalb wächst ein LinkedIn Newsletter oft schneller als eine neue Brevo- oder Mailchimp-Liste.
Vor- und Nachteile vom klassischen Newsletter wie Brevo oder Mailchimp
Brevo, Mailchimp und klassische Newsletter: Die Vorteile
Der grosse Vorteil eines klassischen Newsletters ist deine eigene Liste.
Du baust einen direkten Kommunikationskanal auf. Unabhängig von LinkedIn, Instagram, Facebook oder irgendeinem Algorithmus, der morgens vielleicht schlecht geschlafen hat.
Mit Brevo, Mailchimp oder einem ähnlichen Tool kannst du deine Kontakte strukturieren. Du siehst, wer deine Inhalte liest, wer klickt und welche Themen interessieren. Du kannst Listen bilden, zum Beispiel für Kurse, KundInnen, InteressentInnen oder bestimmte Themen.
Du kannst Menschen persönlicher ansprechen. Nicht einfach „Hallo zusammen», sondern mit Namen. Das klingt nach einem Detail, macht aber einen Unterschied.
Ausserdem kannst du Automationen nutzen. Zum Beispiel eine Willkommensmail nach der Anmeldung, eine E-Mail-Serie nach dem Download einer Checkliste oder eine Erinnerung vor einem Kurs.
Ein klassischer Newsletter ist besonders wertvoll, wenn du langfristig Beziehungen aufbauen und deine Angebote gezielter kommunizieren möchtest.
Brevo, Mailchimp und klassische Newsletter: Die Nachteile
Der Aufbau dauert länger.
Eine E-Mail-Liste wächst nicht einfach, nur weil du ein Formular auf deine Website stellst. Du musst aktiv dafür sorgen, dass Menschen sich anmelden.
Das geht zum Beispiel über:
- Checklisten
- Freebies
- Kurse
- Webinare
- Blogbeiträge
- persönliche Empfehlungen
- Aktionen wie einen Adventskalender
- klare Hinweise auf deiner Website
Auch die Technik braucht etwas Aufmerksamkeit. Double-Opt-in, Abmeldelink, Datenschutz, Absenderadresse, Listenpflege und Zustellbarkeit müssen sauber eingerichtet sein.
Und ja, das klingt nicht so sexy wie „LinkedIn Newsletter starten». Ist aber wichtig.
Ein weiterer Nachteil: Wenn deine Liste klein ist, ist deine Reichweite am Anfang klein. Ein LinkedIn Newsletter kann hier schneller wirken, weil er dein bestehendes Netzwerk nutzt.
Vergleich: LinkedIn Newsletter und klassischer Newsletter
| Thema | LinkedIn Newsletter | Brevo, Mailchimp und Co. |
| Start | schnell und einfach | braucht Einrichtung |
| Wachstum | oft schneller über bestehendes Netzwerk | langsamer, braucht aktiven Listenaufbau |
| Kontakte | bleiben auf LinkedIn | eigene Liste |
| E-Mail-Adressen | nicht automatisch verfügbar | verfügbar bei Anmeldung |
| Auswertung | eingeschränkt | genauer |
| Segmentierung | kaum möglich | sehr gut möglich |
| Persönliche Ansprache | begrenzt | mit Namen und Listen möglich |
| Automationen | kaum möglich | möglich |
| Abhängigkeit | hoch, weil Plattform | geringer |
| Sichtbarkeit | stark auf LinkedIn | stark über eigene Liste |
| Verkauf | eher indirekt | gezielter möglich |
| Aufwand | regelmässiger Content | Content plus Listenpflege |
Gute und schlechte Beispiel von einem LinkedIn Newsletter
Gute Beispiele für einen LinkedIn Newsletter
Ein guter LinkedIn Newsletter hat ein klares Thema. Menschen sollen sofort verstehen, warum sie ihn abonnieren sollten.
Gute Beispiele wären:
LinkedIn sichtbar nutzen für Selbstständige
Ein Newsletter mit Tipps zu Profil, Content, Netzwerk und Sichtbarkeit.
KI im Marketing verständlich erklärt
Ein Newsletter für Menschen, die KI nutzen möchten, aber keine Lust auf Fachchinesisch haben.
Website-Tipps für KMU
Ein Newsletter mit einfachen Erklärungen zu Website, SEO, Google Unternehmensprofil und Online-Marketing.
Finanzen für Selbstständige
Ein Newsletter, der typische Fragen zu Buchhaltung, Vorsorge, Preisen und Planung verständlich beantwortet.
Was diese Beispiele gemeinsam haben: Sie sind klar. Nicht alles auf einmal. Nicht „Marketing, Mindset, Tools, Ferien und was mir sonst noch einfällt».
Ein Newsletter braucht ein Versprechen. Und dieses Versprechen sollte man wiedererkennen.
Schlechte Beispiele für einen LinkedIn Newsletter
Schwierig wird es, wenn der Newsletter zu breit ist.
Zum Beispiel:
News aus meinem Business
Das klingt aus Sicht der Autorin vielleicht logisch. Für LeserInnen ist es aber selten attraktiv. Denn sie fragen sich: Was habe ich davon?
Auch schwierig:
Alles rund um Marketing, KI, Website, Social Media, Motivation, Alltag und Unternehmertum
Das ist kein Thema. Das ist ein Estrich.
Ein weiteres schlechtes Beispiel ist der reine Verkaufsnewsletter auf LinkedIn.
Wenn jede Ausgabe nur sagt „Ich habe ein Angebot, bitte buchen», wird es schnell langweilig. Menschen abonnieren einen Newsletter, weil sie etwas lernen, verstehen oder einordnen möchten.
Verkaufen darfst du trotzdem. Aber zuerst sollte der Inhalt helfen.
Gute Inhalte für deinen LinkedIn Newsletter
Ein LinkedIn Newsletter funktioniert gut, wenn du Fragen beantwortest, die deine Zielgruppe wirklich hat.
Beispiele:
- Was wird oft falsch verstanden?
- Welche Fehler siehst du immer wieder?
- Welche Fragen stellen dir KundInnen regelmässig?
- Welche kleinen Schritte bringen schnell mehr Klarheit?
- Welche Entscheidungshilfe kannst du geben?
- Welche Erfahrung aus deiner Arbeit ist auch für andere nützlich?
Ein guter Newsletter muss nicht kompliziert sein. Er muss relevant sein.
Statt „Meine Gedanken zu LinkedIn» wäre besser:
Warum dein LinkedIn Profil nicht klar sagt, wofür du gebucht werden kannst
Statt „Newsletter-Tipps» wäre besser:
Warum ein LinkedIn Newsletter schneller wachsen kann, aber deine eigene Liste trotzdem wichtig bleibt
Statt „Content-Ideen» wäre besser:
5 Fragen deiner KundInnen, aus denen du sofort gute LinkedIn Beiträge machen kannst
💡Tipps für den Start
Starte nicht einfach, weil die Funktion gerade verfügbar ist. Starte mit einem klaren Thema.
Überlege dir vor dem ersten Newsletter mindestens 6 Ausgaben. Wenn dir keine 6 Themen einfallen, ist dein Thema vermutlich noch nicht klar genug.
Wähle einen Titel, der verständlich ist. Kreativ ist schön. Klar ist besser.
Schreibe nicht für alle. Schreibe für die Menschen, die du wirklich erreichen möchtest.
Und ganz wichtig: Wähle einen Rhythmus, den du halten kannst. Lieber alle 2 oder 4 Wochen zuverlässig als jede Woche mit schlechtem Gewissen.
Mein Tipp: Starte mit einem realistischen Plan. Newsletter sollen nicht ein weiterer Punkt auf der Liste werden, der dich jeden Mittwoch anklagt.
Wann ist Brevo oder Mailchimp sinnvoller?
Ein klassischer Newsletter ist sinnvoller, wenn du deine eigene Liste aufbauen möchtest.
Er ist auch besser, wenn du verschiedene Zielgruppen hast, Kurse oder Angebote gezielt bewerben möchtest oder genauer wissen willst, wer sich für welche Inhalte interessiert.
Wenn du mit Freebies, Checklisten, Kursen, Adventskalendern oder Angeboten arbeitest, führt kaum ein Weg an einem klassischen Newsletter-Tool vorbei.
Dort entsteht ein echter Unternehmenswert. Langsamer vielleicht. Aber langfristiger.
Wann ist ein LinkedIn Newsletter sinnvoll?
Ein LinkedIn Newsletter ist sinnvoll, wenn du bereits auf LinkedIn aktiv bist, ein klares Thema hast und deine Expertise regelmässig zeigen möchtest.
Er eignet sich besonders gut, wenn du noch keine grosse E-Mail-Liste hast oder wenn du dein Netzwerk stärker aktivieren möchtest.
Auch für Selbstständige, die sichtbar werden möchten, ist er spannend. Du kannst dein Wissen zeigen, Vertrauen aufbauen und mit jeder Ausgabe deutlicher machen, wofür du stehst.
Meine Empfehlung: Nutze beides bewusst
Für mich ist die beste Lösung nicht entweder LinkedIn Newsletter oder Brevo.
Die beste Lösung ist eine kluge Kombination.
LinkedIn nutze ich für Sichtbarkeit, Austausch und Wachstum. Dort erreiche ich Menschen schneller und bleibe in meinem beruflichen Netzwerk präsent.
Den klassischen Newsletter nutze ich für meine eigene Liste, persönliche Ansprache, bessere Auswertungen und langfristige Beziehungspflege.
So kann ein einfaches System aussehen:
Du schreibst einen Blogbeitrag auf deiner Website. Daraus entsteht ein LinkedIn Beitrag. Ein Teil des Themas wird im LinkedIn Newsletter vertieft. Am Ende verweist du auf eine Checkliste, ein Freebie, einen Kurs oder deinen klassischen Newsletter. Wer sich dort anmeldet, landet in deiner eigenen Liste.
So arbeitest du nicht nur für den LinkedIn Algorithmus, sondern auch für dein eigenes Fundament.
Und genau das ist wichtig.
Sichtbarkeit ist gut. Abhängigkeit ist weniger gut.
SEO- und GEO-Tipps für deinen Newsletter
Auch ein LinkedIn Newsletter kann über Google gefunden werden. Deshalb lohnt es sich, Titel und Beschreibung klar zu formulieren.
Achte auf konkrete Begriffe, nach denen Menschen suchen könnten. Zum Beispiel:
- LinkedIn Newsletter starten
- LinkedIn Newsletter für Selbstständige
- LinkedIn Sichtbarkeit aufbauen
- Newsletter mit Brevo oder Mailchimp
- E-Mail-Liste aufbauen
Für GEO, also die Sichtbarkeit in KI-Suchen, sind klare Antworten besonders wichtig. Schreibe verständlich, nutze Beispiele und beantworte konkrete Fragen.
Nicht schreiben:
Newsletter sind wichtig für dein Business.
Besser:
Ein LinkedIn Newsletter hilft dir, dein bestehendes Netzwerk schneller zu erreichen. Ein klassischer Newsletter hilft dir, eine eigene Liste aufzubauen und Kontakte langfristig zu pflegen.
Das ist klarer. Für Menschen und für Maschinen. Wobei mir die Menschen immer noch wichtiger sind.
Meine Erfahrung mit LinkedIn Newsletter und klassischem Newsletter
Aus meiner eigenen Erfahrung wachsen LinkedIn Newsletter oft schneller. Der Grund ist einfach: Die Menschen sind bereits auf LinkedIn mit dir verbunden oder folgen dir. Du musst sie nicht zuerst über ein Formular, ein Freebie oder eine Landingpage erreichen. Gerade beim Start kann LinkedIn deshalb einen deutlichen Vorteil haben.
Bei einem klassischen Newsletter mit Brevo, Mailchimp oder einem ähnlichen Tool ist der Aufbau anders. Du musst deine Liste aktiv aufbauen, pflegen und immer wieder sichtbar machen. Das passiert über deine Website, Checklisten, Freebies, Kurse, Anmeldungen oder persönliche Kontakte. Das ist mehr Arbeit, aber auch nachhaltiger.
Der grosse Vorteil beim klassischen Newsletter ist die Kontrolle. Ich sehe genauer, wer meine Inhalte liest, wer klickt und welche Themen interessieren. Ich kann Kontakte mit Namen ansprechen, sie in Listen einteilen und gezielter informieren. Das ist besonders wertvoll, wenn du verschiedene Angebote, Kurse oder Zielgruppen hast.
Meine eigene Liste ist unter anderem über meinen Adventskalender und über Checklisten entstanden. Natürlich mit Einwilligung der Teilnehmenden. Viele LeserInnen sind bis heute dabei. Das zeigt mir: Eine eigene Liste wächst vielleicht langsamer als ein LinkedIn Newsletter, sie kann aber sehr langfristig wirken.
Wichtig ist trotzdem: Beide Varianten sind Arbeit. Ein Newsletter ist ein Versprechen. Wer abonniert, erwartet regelmässig etwas Nützliches. Ich war bisher fast immer pünktlich, nur einmal nicht. Und ja, das merkt man sich selbst vermutlich mehr als die LeserInnen. Trotzdem zeigt es gut: Newsletter brauchen Planung, Verlässlichkeit und Inhalte, die wirklich helfen.
FAQ: LinkedIn Newsletter oder Brevo/Mailchimp
Ist ein LinkedIn Newsletter besser als ein klassischer Newsletter?
Nicht grundsätzlich. Ein LinkedIn Newsletter ist besser für schnelle Sichtbarkeit innerhalb von LinkedIn. Ein klassischer Newsletter ist besser für eigene Kontakte, Segmentierung, Auswertungen und langfristige Kundenpflege.
Bekommen alle meine Kontakte den LinkedIn Newsletter?
Nein. LinkedIn kann deine Kontakte oder FollowerInnen auf deinen Newsletter aufmerksam machen, besonders beim Start. Eine garantierte Zustellung an alle gibt es aber nicht.
Erhalte ich die E-Mail-Adressen meiner LinkedIn Newsletter AbonnentInnen?
Nein. Wenn jemand deinen LinkedIn Newsletter abonniert, erhältst du nicht automatisch die E-Mail-Adresse für deine eigene Liste.
Kann ich mit einem LinkedIn Newsletter KundInnen gewinnen?
Ja, indirekt. Ein LinkedIn Newsletter kann Vertrauen aufbauen, deine Expertise zeigen und Gespräche auslösen. Für gezielte Verkaufsprozesse ist ein klassischer Newsletter aber besser geeignet.
Was ist der grösste Vorteil von Brevo oder Mailchimp?
Du baust eine eigene Liste auf. Du kannst Kontakte auswerten, mit Namen ansprechen, segmentieren und gezielter informieren.
Was ist der grösste Nachteil eines klassischen Newsletters?
Der Aufbau braucht Zeit. Du musst aktiv dafür sorgen, dass Menschen sich anmelden, und die Liste regelmässig pflegen.
Wie oft sollte ich einen LinkedIn Newsletter schreiben?
Wähle einen Rhythmus, den du halten kannst. Für viele Selbstständige sind alle 2 bis 4 Wochen realistisch. Regelmässigkeit ist wichtiger als Häufigkeit.
Brauche ich beides?
Nicht zwingend. Aber für viele Selbstständige ist die Kombination ideal: LinkedIn Newsletter für Reichweite und Sichtbarkeit, klassischer Newsletter für eigene Kontakte und langfristige Beziehungspflege.
Bekommen alle meine Kontakte den ersten LinkedIn Newsletter?
Nein, nicht als klassische E-Mail-Zustellung. LinkedIn kann deine Kontakte und FollowerInnen beim Start automatisch per Benachrichtigung einladen, deinen Newsletter zu abonnieren. Eine garantierte Zustellung an alle gibt es nicht.
Zum Schluss
Ein LinkedIn Newsletter ist ein starker Kanal, wenn du schnell sichtbarer werden und dein bestehendes Netzwerk aktivieren möchtest. Gerade am Anfang kann er deutlich schneller wachsen als ein klassischer Newsletter.,Ein Newsletter mit Brevo, Mailchimp oder einem anderen Tool braucht mehr Aufbauarbeit. Dafür gehört die Liste dir. Du kannst Kontakte besser auswerten, persönlicher ansprechen, segmentieren und langfristig pflegen.
Nach 3 Monaten LinkedIn Newsletter und aktuell 499 AbonnentInnen sehe ich den Vorteil sehr klar: LinkedIn bringt Tempo.mMeine Brevo-Liste zeigt mir aber genauso klar: Eigene Kontakte bringen Tiefe.
Darum ist meine Empfehlung:
Nutze LinkedIn für Reichweite und Vertrauen. Baue parallel deine eigene Liste auf. So verbindest du Sichtbarkeit mit Unabhängigkeit.
Und falls du jetzt denkst: „Oh je, noch ein Kanal.»
Ja. Verstehe ich. Aber vielleicht geht es nicht darum, mehr zu machen. Sondern darum, die richtigen Inhalte besser zu nutzen.
Möchtest du LinkedIn strategischer nutzen?
Möchtest du LinkedIn nicht nur nebenbei nutzen, sondern strategisch sichtbar werden?
Dann lohnt sich ein klarer Blick auf dein Profil, deine Inhalte und deine Newsletter-Strategie.
In meinen LinkedIn Workshops und 1:1 Begleitungen schauen wir gemeinsam, wie du deine Expertise sichtbar machst, passende Inhalte entwickelst und LinkedIn so nutzt, dass es zu dir und deinem Business passt.







